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CDU auf Betriebsbesichtigung bei der Spedition Schmitt

Froschhausen – Im Rahmen ihrer Sommertour war die CDU-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Seligenstadt gemeinsam mit dem Froschhäuser Unionsverband bei der Firma Spedition Schmitt am Leimenweg zu Gast.

Benjamin und Pascal Schmitt stellten ihren Betrieb ausführlich vor. Bereits vor 114 Jahren gründete der damalige Landwirt Otto Wilhelm Schmitt das Unternehmen. Die Beförderung von Bahngütern und Heimarbeiten aus der bedeutenden Lederwarenindustrie bestimmten die Arbeit, welche mit 2 Pferden erledigt wurde. 1918 übernahm Otto Adam Schmitt, nach Ende des Ersten Weltkriegs die Leitung des Betriebs. Nach dem dieser im Jahre 1945 Bürgermeister der damals selbständigen Gemeinde Froschhausen wurde, stieg sein Sohn Josef Adam Schmitt im Alter von erst 18 Jahren voll in das Geschäft mit ein. „Seppel“ Schmitt schloss mit der Deutschen Bundesbahn einen Vertrag als bahnamtlicher Fuhrmann für Froschhausen, dessen Gebiet nach dem Einsatz des ersten Kleintransporters auch auf die Gebiete Seligenstadt und Mainhausen erweitert wurde.

Kurz vor dem 75. Geschäftsjubiläum Anfang der 80iger Jahre stiegen die Söhne Josef und Georg Schmitt in den Familienbetrieb mit ein. Mit der Ausbildung als Speditionskaufmann bzw. KFZ-Mechaniker legten sie die Grundlage, um das Unternehmen für die Zukunft fit zu machen. Dies war aufgrund der anstehenden Auflösung der Stückgutbeförderung auf der Schiene, seitens der Bundesbahn auch nötig. Nach dem Erhalt der Fernverkehrsgenehmigung und dem stetigen Ausbau der Lagerlogistik wurde der Grundstein für das Außenlager am Leimenweg im Seligenstädter Stadtteil gelegt.

Mit Benjamin und Pascal Schmitt als geschäftsführende Gesellschafter ist die Spedition Schmitt seit fünf Generationen im Familienbesitz, welche mittlerweile auch neue Speditionskaufleute und Berufskraftfahrer ausbildet. „Opa hat uns beigebracht: ‚Jungs macht langsam, aber stetig.‘“ Mit dem in diesem Jahr fertiggestellten Bürogebäude am Leimenweg in Froschhausen, bekennt sich die Spedition weiterhin zum Standort Seligenstadt.

Mit 14 Fahrzeugen transportiert das Unternehmen Teil- und Komplettladungen sowie Stückgut aus den Bereichen Lebensmittel, Getränke, Farbe, Kartonage und vieles mehr bundesweit und ins benachbarte Ausland. Alle LKWs sind mit EURO 6-Norm und erheblichen Komfort für die Kraftfahrer ausgestattet.

„Die Corona-Einschränkungen haben auch für uns zu erheblichen Einschnitten geführt“, berichtet Benjamin Schmitt. „Es wurde beispielsweise in der Autozulieferindustrie weniger produziert und damit weniger transportiert.“ Zusätzlich belastet die Branche generell die Billig-Konkurrenz aus dem osteuropäischen Ausland. „Die Grundkosten wie Maut, Sprit und Fahrzeugen sind für alle gleich. Gespart wird dort aber am Fahrer. So sieht verantwortungsvolles Handeln nicht aus“, ergänzt Pascal Schmitt.

Einig war man sich, dass die Kontrollen verbessert, bzw. verstärkt werden müssen. „Dies betrifft die osteuropäische Konkurrenz, aber auch den Verkehrsfluss bis hinein in die Städte“, so Stadtverordneter Thomas FJ Lortz. „Auch die Parkmöglichkeiten für LKW, deren Fahrer natürlich an die Einhaltung ihrer Lenkzeiten gebunden sind, müssen gewährleistet und ausgebaut werden. Auch dies gilt für die Autobahnen, aber auch für städtische Industriegebiete, wo ggf. Kompromisse gefunden werden müssen.“

„Für unsere tägliche Arbeit als politische Kraft vor Ort sind die Sorgen und Anregungen aus den mittelständischen Firmen unserer Stadt besonders wichtig“, so Thomas FJ Lortz. „Die überzeugende Arbeit des traditionsreichen Froschhäuser Familienbetriebs ist beeindruckend. 15 Christdemokraten nahmen an der Betriebsbesichtigung teil.